Nutzung von Zisternen
Zisternen sind unterirdische oder abgedeckte Sammelbehälter für Trink- oder Nutzwasser. Nicht nur in Gebieten mit ungleichmäßigen Niederschlägen und schwer erreichbaren Grundwasservorkommen sind Zisternen als Pufferbehälter für die Wasserspeicherung sinnvoll. Dort dienen sie dazu, Niederschlags oder Oberflächenwasser zu speichern. In Regionen mit reichlich Niederschlag können sie eine Überlastung von Bächen und Flüssen verhindern. Wird von vielen Haus- und Grundstücksbesitzenden Niederschlagswasser in Zisternen gesammelt, hat das eine ähnlich Auswirkung wie ein Regenrückhaltebecken.
Zisternenwasser wird zunehmend als Betriebswasser für Waschmaschinen, Toiletten und Gartenbewässerung verwendet. Für diese Zwecke ist keine Aufbereitung nötig, da die Qualität ausreichend ist. Bei realistischer Berücksichtigung der Kosten ergibt sich für einzelne Wohnhäuser unter den aktuellen Rahmenbedingungen aber meist noch keine Kosteneinsparung. Für Hotelanlagen oder neu errichtete Siedlungen ist hingegen eine Wirtschaftlichkeit zu erwarten.
Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass die wirklich benötigte Menge besten Trinkwassers nur einen Bruchteil des gesamten Wasserverbrauchs ausmacht. Wird für Wohnhäuser ein zweites Wassersystem installiert, verursacht der stark verringerte Trinkwasserverbrauch nur geringe Kosteneinsparungen, da in die Abwasserumlage auch das Brauchwasser eingerechnet wird.

