Aufbereitung von Trinkwasser
Trinkwasseraufbereitung ist die Gewinnung von Trinkwasser durch Reinigung von Grund- oder Oberflächenwasser. Je nach Herkunft des Wassers kommen unterschiedliche chemische und physikalische Aufbereitungsverfahren zum Einsatz. Oberflächenwasser ist anderen Einflussfaktoren ausgesetzt als Quell- oder Grundwasser. Die Art der Wasseraufbereitung hängt also von der Qualität des Rohwassers ab. Die Wasseraufbereitung lässt sich als zielgerichtete Veränderung der Wasserqualität definieren.
Im Wesentlichen lassen sich zwei Gruppen der Behandlung unterschieden:
- Entfernung von Stoffen aus dem Wasser (z. B. Reinigung, Sterilisation, Enteisenung, Enthärtung, Entsalzung);
- Ergänzung von Stoffen und das Einstellen von Parametern des Wassers (z. B. Dosierung, Einstellung von pH-Wert, gelösten Mineralien).
Die Aufbereitung umfasst vier grundsätzliche Verfahren:
- physikalische Verfahren (z. B. Belüftung, Verdüsung, Sedimentation, thermische Einwirkungen), dazu zählt auch die mechanische Aufbereitung (z. B. Rechen, Siebe, Filter)
- chemische Verfahren (z. B. Oxidation, Desinfektion, Flockung, Einstellung der Wasserhärte, Austausch von Mineralien)
- Membranverfahren (z. B. Schadstofftrennung/-ausfilterung)
- biologische Verfahren (biochemische Oxidation, Schlammfaulung, mikrobiologische Abbauprozesse von organischen Kohlenstoffverbindungen)

