Versorgungswirtschaft
Die Gemeinde Ruppichteroth wird wie 18 weitere Städte und Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis und im Kreis Ahrweiler vom Wahnbachtalsperrenverband (WTV) mit Wasser versorgt. Der Betrieb wird von der Energie und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH der Stadtwerke Bonn geführt. Er produziert in zwei Wasserwerken jährlich ca. 42 Mio m³ Trinkwasser für rund 800.000 Personen.
Herkunft des Ruppichterother Trinkwassers
Das Wasser aus der Wahnbachtalsperre wird mit Grundwasser aus dem Hennefer Siegbogen gemischt und im Wasserwerk Siegburg-Siegelsknippen aufbereitet. Dieses Wasser wird überwiegend im östlichen und damit unserem Versorgungsgebiet verteilt. Im Wasserwerk Sankt Augustin-Meindorf wird Grundwasser aus der Siegniederung aufbereitet und mit Wasser aus dem Wasserwerk Siegelsknippen gemischt. Dieses Wasser wird in das Versorgungsgebiet der Stadt Bonn abgegeben. Das westliche Versorgungsgebiet erhält überwiegend Wasser vom Wasserwerk Siegelsknippen, ergänzt um Wasser aus dem Wasserwerk Meindorf.
Die Beschaffenheit der Wässer unterscheidet sich in ihrem Mineraliengehalt nur geringfügig. Er liegt normalerweise im Härtebereich „weich“. Das ist von Vorteil für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Denn weiches Wasser benötigt nur niedrige Dosierungen von Wasch- und Reinigungsmitteln, um gute Reinigungsergebnisse zu erzielen. Und weiches Wasser verschont Elektrogeräte wie Wasch- und Spülmaschine, Wasserkocher usw. weitgehend von lästigen Kalkablagerungen
Wasserhärte
In den Jahren 2008 und 2009 stand das weiche Talsperrenwasser wegen Sanierungsarbeiten an der Wahnbachtalsperre nicht zur Verfügung. Im Jahr 2010 lag der Härtegrad des Trinkwassers im östlichen und westlichen Versorgungsgebiet wieder bei 5,5 bis 6,0 °dH. Das entspricht dem Härtebereich „weich“. Die Stadt Bonn erhält ein Trinkwasser, das zu etwa zwei Drittel aus aufbereitetem Grundwasser und zu etwa einem Drittel aus Mischwasser besteht. Es liegt mit etwa 8,1 °dH ebenfalls im Härtebereich „weich“, jedoch am Übergang zwischen den Härtebereichen „weich“ und „mittel“.
Beschaffenheit des Wassers
Unser Trinkwasser wird ständig mit automatischen Messgeräten überwacht: bei der Aufbereitung in den Wasserwerken ebenso wie bei der Abgabe in das Netz. Zusätzlich wird es vom Labor des WTV regelmäßig untersucht. Auch im gesamten Versorgungsnetz werden wöchentlich bakteriologische sowie monatlich chemisch-physikalische Untersuchungen zur Beschaffenheit des Wassers durchgeführt.
Alle Untersuchungsergebnisse werden monatlich an die Gesundheitsämter des Rhein-Sieg-Kreises, der Stadt Bonn und des Landkreises Ahrweiler mitgeteilt. Auch jedes belieferte Versorgungsunternehmen erhält jeden Monat die ermittelten Daten.
Unser vom WTV geliefertes Trinkwasser ist sehr gut. Das zeigen die Untersuchungsergebnisse zur chemischen und bakteriologischen Beschaffenheit Die Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) wurden immer erfüllt bzw. die nach TrinkwV zugelassenen bzw. geforderten Werte wurden nicht nur eingehalten, sondern tatsächlich unterschritten.
Aus der Vielzahl der einzelnen Untersuchungsbefunde werden Analysetabellen erstellt.
Die Tabellen zu den Messungen des WTV im Jahr 2011 und zu den verwendeten Aufbereitungsstoffen können Sie hier als PDF herunterladen.
Aufbereitung Trinkwasser
Die Wasserverbände sind nach der Trinkwasserverordnung verpflichtet, die zur Wasseraufbereitung verwendeten Stoffe und Desinfektionsverfahren bekannt zu machen: durch Aushang oder sonstige schriftliche Mitteilung. Das Bundesministerium für Gesundheit hat die zulässigen Zusatzstoffe und Desinfektionsverfahren in einer Liste festgelegt.
Der Wahnbachtalsperrenverband und die Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH teilen daher mit, welche Zusatzstoffe und Verfahren notwendig sind, um folgende Ziele bei der Aufbereitung des Trinkwassers zu erreichen:
• Entfernung von unerwünschten Stoffen aus dem Rohwasser durch die Aufbereitung im Wasserwerk
• Einstellung des Säuregrades, damit das Wasser keine Bestandteile aus den Rohrwerkstoffen löst und seine Beschaffenheit bis zur Entnahme durch Verbraucherinnen und Verbraucher unverändert bleibt
• Abtötung bzw. Inaktivierung von Mikroorganismen und Krankheitserregern
Bei der Anwendung der Zusatzstoffe wurden 2010 wiederholt die zulässigen Zugabemengen und Grenzwerte für die Restgehalte nach der Aufbereitung weit unterschritten. Sie oder ihre Umwandlungsprodukte waren nur noch „als technisch unvermeidbare und technologisch unwirksame Reste in gesundheitlich, geruchlich und geschmacklich unbedenklichen Anteilen“ im Trinkwasser enthalten.
Für bestimmte Stoffe ist vom Gesetz ein Mindestgehalt gefordert. Sie wurden dem Wasser in vorgeschriebener Menge zugesetzt:
• Desinfektionsmittel
• Calcium
• Säuren

