Gedenken - Lernen - Wachsamsein

Liebe Bürgerinnen und Bürger!

Immer wieder neu wollen wir lernen, dass sich das, was sich am 9. November 1938 ereignete, nicht wiederholen darf.
Wie in vielen anderen Orten Deutschlands wurde auch in Ruppichteroth die Synagoge
in der Wilhelmstraße in Brand gesteckt. Dies war der sichtbare Auftakt zur fürchterlichen Vertreibung und Vernichtung der jüdischen Minderheit in Deutschland und so auch in
Ruppichteroth. Dabei handelte es sich bei dieser Minderheit um Deutsche, die ihr Deutschland und auch ihr Ruppichteroth liebten, nur dass sie etwas anderes glaubten als die Mehrheit.

Die Erinnerung an die Reichspogromnacht ist ein wichtiges Zeichen wider des Vergessens
und der Gleichgültigkeit, ist Erinnerung an die Opfer, an zerstörtes Leben und für immer vernichtete Weltgüter.
Doch Gedenken ist keine Momentaufnahme. Gedenken muss lebendig sein. Die Begegnung und der Umgang mit den Geschehnissen der Vergangenheit muss in unseren Alltag einfließen.
Wir wollen gemeinsam versuchen, dem gerecht zu werden. Außerdem können wir für den Frieden in der ganzen Welt beten. Um uns allen diese wichtige Aufgabe bewusst zu machen, laden Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ruppichteroth ein zu einem

Schweigemarsch
am Freitag, den 9. November 2018.

Wir treffen uns um 19.30 Uhr in der evangelischen Kirche in Ruppichteroth zu einer kurzen Einführung.
Anschließend gehen wir vorbei an der ehemaligen Synagoge in der Wilhelmstraße zum
jüdischen Friedhof an der Herchener Straße. Mit einer Kranzniederlegung und einem Gebet
werden wir dort den Schweigemarsch beenden.

 

Es laden ein:
Der Bürgermeister
Der Bürgerverein Ruppichteroth
Die Katholische Kirchengemeinde und die Evangelische Kirchengemeinde